Tweets von Omid Nouripour

1202_frankenbergAm vergangenen Freitag war Omid Nouripour zu Gast bei den Grünen in Waldeck-Frankenberg. Auf dem Neujahrsempfang des Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen im Rathaus Frankenberg sprach er über Atomausstieg und Energiewende, den arabischen Frühling und die bevorstehende Wahl eines neuen Bundespräsidenten Mitte März. Die Waldeckische Landeszeitung (WLZ) schreibt dazu:

Ein Neujahrsempfang erst Ende Februar? "Das ist außergewöhnlich", kommentierte Nouripour am Freitagabend im Rathaus. Aber gut, die Grünen im Kreis hätten ja auch viel zu feiern gehabt, bemerkte er mit Blick auf die guten Ergebnisse bei der Kommunalwahl im März vorigen Jahres.

Der erste grüne Ministerpräsident im Stuttgart, Griechenland-Krise, die Revolution in Libyen, der Bürgerkrieg in Syrien: Weltweit seien 2011 viele dramatische Dinge passiert, sagte der Sicherheitspolitiker, der 1975 im Iran geboren wrude und 1988 nach Frankfurt kam. Seit 2006 sitzt er im Bundestag.

Die größte Katastrophe habe sich im Atomkraftwerk Fukushima ereignet. Er sei froh, dass seitdem die Energiewende in Deutschland Konsens sei. Andere Länder schauten, wie die Industrienation den Wandel bewältige. Das zweite große Thema sei 2011 der "arabische Frühling" gewesen - wohin er führe, sei aber noch offen.

Nouripour verwies immer wieder auf Zusammenhänge, etwa: Was hat der Klimawandel mit dem "arabischen Frühling" zu tun? Antwort: Schon in wenigen Jahren werde die Arktis im Sommer eisfrei sein, Schiffe könnten dann die Nordroute nutzen statt des Suez-Kanals. Ägypten drohten damit dramatische Einnahmeausfälle, was die soziale Frage noch verschärfen werde - Unruhen und weiterer Zulauf für Islamisten seien möglich.

Er ging auch auf den "Nazi-Terror" ein: Ihn überrasche die Überraschung der Behörden, dass es so etwas in Deutschland gebe. In der Bundesversammlung werde er Joachim Gauck wählen, sagte Nouripour, auch wenn er nicht in allen Punkten einer Meinung mit ihm sei. So finde er Thilo Sarrazin keineswegs "mutig". Und für die gelungene Eingliederung von Ausländern gebe es viele gute Beispiele - auch dank der Arbeit von Kommunen, Kirchen und Vereinen. Im Fall der abgeschobenen Korbacher Familie Celic forderte er unter kräftigem Applaus, die Gesellschaft müsse mehr Größe zeigen und Integrationsleistung würdigen.

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Bild: Bündnis 90/Die Grünen Waldeck-Frankenberg

 

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