Tweets von Omid Nouripour

Freitag, den 31. August 2012
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Vor drei Jahren sprach Omid Nouripour als Gast in Viernheim über seinen Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft. Bei seinem aktuellen Besuch hat er "deutlich schwerere Kost" mitgebracht, wie der Südhessen Morgen in seiner heutigen Ausgabe schreibt, es ging um den arabischen Frühling und die aktuelle Situation in Syrien:

(...) Fokussiert auf die Entwicklungen in Syrien, Bahrain und Ägypten erklärte er dem staunenden Publikum in vielen Details, weshalb er die Aussichten für jedes der Länder sehr unterschiedlich einschätzt.

In Bahrain sei der Aufstand mit Hilfe von saudischen Panzern niedergeschlagen worden, es herrsche daher "Friedhofsruhe". Hier erlebten die Zuhörer den immer freundlichen Omid dann plötzlich verzweifelt bis zornig, wenn er die Rüstungsgüterverkäufe Deutschlands an Saudi-Arabien erwähnt. Als habe man durch Bahrain gar nichts gelernt, erklärte er, dass die deutsche Regierung ohne den Bundestag den Verkauf von 810 Leopard-II-Panzern an die Saudis genehmigt habe.

Panzer, die nicht etwa zur Landesverteidigung ausgerüstet würden, sondern speziell für den Häuserkampf in Städten vorgesehen seien. Hinzu kämen noch 400 Boxer-Fahrzeuge, schwer gepanzerte Transportmittel, die - mit einem Maschinengewehr bewaffnet - häufig in Bürgerkriegen eingesetzt würden. Am optimistischsten bezüglich des Fortgangs des arabischen Frühlings ist er für Ägypten. Doch hier solle man genau auf die kommende Verfassung schauen.

Speziell die Rechte der Frauen darin würden Aussage darüber geben, wie viel Freiheit die herrschende Muslimbruderschaft zu geben bereit sei. Als schwer einzuschätzenden Störfaktor sieht er die salafistischen Wanderprediger, die speziell in Ägypten gerade sehr aktiv seien. Dagegen hält Omid Nouripour die politische Einbettung Ägyptens in die Interessen der USA, Israels, Saudi-Arabiens eher für hilfreich, den radikalen Kräften entgegenzuwirken. (...)

> Den vollständigen Artikel des Südhessen Morgen lesen auf morgenweb.de
 
 

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