Tweets von Omid Nouripour

Am 22. August besuchte Omid Nouripour den Vogelsbergkreis und führte Gespräche mit Landrat Manfred Görig (SPD) und Vizelandrat Peter Zielinski (Grüne). Dabei ging es vor allem um die Themen Energiewende und Demografie, aber auch die finanzielle Situation der Kommunen und Kreise. 

„Wir wollen die Energiewende nach vorne bringen, aber dabei die Interessen der Menschen und der Natur nicht vernachlässigen.“ Dies sagte Landrat Manfred Görig (SPD), als er im Kreishaus den Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen) gemeinsam mit Erstem Kreisbeigeordneten Peter Zielinski (Grüne) herzlich begrüßte.

Großes Interesse neben den Kernthemen Energie und Demografie zeigte der Gast aus Frankfurt am Stand des DSL-Ausbaus im ländlichen Raum. Landrat Görig informierte darüber, dass es das Ziel der Kreiskoalition sei, jedes Dorf im Kreisgebiet mit Glasfaserkabeltechnik, die hohe Übertragungsraten sichern, zu versorgen. Gespräche mit der OVAG hierüber seien bereits am Laufen.

Dem Vogelsberger Landrat war es wichtig, die Vereinbarkeit von Natur und der Notwendigkeit der Energiewende herauszustellen. Der Kreis sei Vorreiter in Hessen mit 200 von 600 Windkraftanlagen (WKA). Aber es müsse zum einen mehr Rücksichtnahme auf Anwohner und Naturschutzbelange geben, zum anderen gehe es auch um Fairness. Denn wenn der Vogelsberg so weit vorne sei und noch weiter aktiv die Energiewende gestalte, so „müssen auch die Landkreise in Hessen nachziehen, in denen noch keine einzige Anlage steht“. Es könne nicht sein, dass das „Zwei-Prozent-Ziel“ der Landesregierung im Vogelsberg auf zehn Prozent der Fläche für WKA wachse, und andere Regionen blieben bei Null.

Darüber hinaus sei es gerecht und geboten, die Wertschöpfung der WKA viel stärker in der Region zu halten, als dies bisher der Fall gewesen sei. Dabei gehe es nicht nur um Pacht und Gewerbesteuer, sondern auch um Teile des Gewinns. Daher begrüße er sehr, welchen Ansatz der Energiegenossenschaft Vogelsberg habe, unterstrich Görig.

Vizelandrat Peter Zielinski erläuterte den engen Zusammenhang von Energiewende und den eigenen Anstrengungen des Landkreises, Energie und Kohlendioxid einzusparen. So setze der Kreis alle Neu- und Umbauten nur noch in Passivhausweise um, so wie zuletzt am Humboldt-Gymnasium in Lauterbach. Es gelte, im großen Zusammenhang zu denken und intelligente innovative Konzepte umzusetzen. Energiesparen habe nicht nur etwas mit Geldsparen zu tun, sondern sei angesichts der globalen Entwicklung ein ethisches Gebot.

Weitere Themen im Gespräch mit dem MdB aus Frankfurt waren die Finanzsituation der Kommunen und Kreise, die Sicherung der medizinischen Versorgung und das große Demografie-Projekt MORO, bei dem die Kategorie Jugend als Querschnittsthema von herausragender Bedeutung sei einschließlich der ständigen Einbindung des Kinder- und Jugendparlaments.

„Prävention wird in Zukunft einen deutlich stärkeren Stellenwert erlangen“, machte Erster Kreisbeigeordneter Zielinski in Homberg deutlich. So wolle der Kreis die „Schulbezogene Jugendsozialarbeit“ deutlich ausweiten und verstetigen. In Ober-Ofleiden informierte Zielinski gemeinsam mit Jugendamtsleiterin Dagmar Scherer und Sachgebietsleiterin Silvia Lucas den Bundestagsabgeordneten Nouripour über das Projekt, das zunächst mit Thomas Julius Müller, Daniela Kraus und Nicole Grün an verschieden Standorten im Kreisgebiet startet.

Die drei Sozialarbeiter erläuterten das Konzept, das auf die ganzheitliche Sichtweise im Kontext Schule, Umfeld und Zuhause setze. Nouripour drückte seinen Respekt gegenüber diesem „ambitionierten und modernen Konzept“ aus. Präventive Sozialarbeit sei „hoch relevant“, erfahre jedoch immer noch zu wenig Aufmerksamkeit in Politik und Öffentlichkeit. Diese These unterstützte auch Hombergs Bürgermeister Professor Béla Dören.

Peter Zielinski kündigte an, das Angebot in naher Zukunft kreisweit anzubieten. Für den Jugenddezernenten ist sehr wichtig, hierbei die Ressourcen von Kommunen und Landkreis besser zu bündeln als bisher: „Es gibt keinen anderen Weg – die Region muss miteinander arbeiten.“

Die vollständige Meldung lesen Sie hier: http://www.vogelsbergkreis.de.

 

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