Tweets von Omid Nouripour

Freitag, den 20. Januar 2012
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baitul-huda-moschee_usingen_karten_ratzkeEnde 2004 wurde die Usinger Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde Ziel eines Brandanschlages. Im vergangenen Jahr wurde mehrmals mit Golfbällen versucht, ein Fenster des Gebetsraumes einzuwerfen. Der Grüne Landratskandidat für den Hochtaunuskreis, Norman Dießner, und Omid Nouripour besuchten die Gemeinde, um über das Thema Integration zu diskutieren. Die Usinger Zeitung berichtet über den Besuch:

"Nouripour, im Iran geboren und selbst Muslim, erinnerte sich daran, dass es in Usingen und Umgebung damals (2004) eine „klare Solidarisierung“ gegeben habe. Der Grünen-Politiker war damals Wahlkreiskandidat im Hochtaunus für den Bundestag; der Frankfurter rückte 2006 für Joschka Fischer in den Bundestag nach, als der sein Mandat niederlegte. Nachfolger als Wahlkreisbewerber wurde dann Norman Dießner. (...)

Der Ahmadiyya-Vertreter berichtete, dass die Gemeinden ständig wachsen, da angesichts der politischen Situation und verschärften Verfolgung viele Ahmadiyyas aus Pakistan nach Deutschland flüchten. „Die Diskriminierung ist seit Jahren dramatisch“, bestätigte Nouripour, dessen Schwerpunkt die Friedens- und Sicherheitspolitik. ist Gerade in Pakistan erfolge eine Radikalisierung und Fundamentalisierung auf Kosten der Ahmadiyyas. (...)

Nouripour bedauerte, dass die Ahmadiyyas nicht zur der bundesweiten Islamkonferenz eingeladen worden waren und fragte nach dem Verhältnis zu den türkischen Muslimen. Das sei gut, bestätigte Khalil, doch gebe es gerade bei einfachen Leuten eine Abneigung, die in Unwissenheit begründet sei. Im Glauben habe der Nachbar eine große Bedeutung und der Prophet verpflichte die Gläubigen zu einem guten Zusammenleben. „Rücksichtnahme ist selbstverständlich“, beschrieb der Gastgeber. Das wiederum nahm der Bundestagsabgeordnete zum Anlass, für eine Lokalisierung der Integrationsprogramme der Bundesregierung zu plädieren. Die Glaubensgemeinschaften, die Sport- und Kulturvereine oder Gewerkschaften vor Ort müssten in ihrer konkreten Arbeit, die Integration bedeutet, gefördert werden. Nur so könne das Engagement in einer „Modellregion Integration“, wie sie auch der Hochtaunus ist, gelingen."

> Den vollständigen Artikel lesen auf www.usinger-anzeiger.de

Bild: Karsten Ratzke via Wikipedia / gemeinfrei

 

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