Tweets von Omid Nouripour

Montag, den 17. Oktober 2011
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Auf Einladung der Landesarbeitsgemeinschaft Frieden, Europa und Internationales von Bündnis 90/Die Grünen in Hessen diskutierten Omid Nouripour, Medienwissenschaftlerin Dr. Sabine Schiffer und Huda Zein vom Centrum für Nah- und Mittelost-Studien in Marburg über die grundlegenden politischen Umbrüche im Arabischen Raum und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die europäische und internationale Politik.

Vor dem Arabischen Frühling galten viele autokratische Regime in der Region in den Sicherheitsstrategien westlicher Staaten als wesentlicher Stabilitätsfaktor. Omid Nouripour bezeichnete dies als falsche Stabilität, die nur eine Friedhofsruhe war. Den Ländern, die sich nun neu bilden, sollte je nach Bedarf gezielte Hilfestellung geleistet werden. Er forderte nachdrücklich, neu entstehende demokratische Systeme zu unterstützen und die Ergebnisse künftiger freier Wahlen anzuerkennen, auch wenn sie möglicherweise nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen. Nur so könne das Vertrauen in demokratische Strukturen und freie Wahlen wachsen: „Dann werden Parteien und Regierungen eben wieder abgewählt, wenn sie keine gute Arbeit leisten. Das ist doch der große Vorteil einer Demokratie. Politiker müssen im Gegensatz zu Despoten Rechenschaft ablegen und sich Wahlen stellen.“

 

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