Tweets von Omid Nouripour

Im Interview mit „Deutsche Welle“ (16.12.2016) äußerte sich Omid Nouripour zur EU-Politik gegenüber dem Krieg in Syrien, den Aussichten auf das Jahr 2017 sowie zum Rechtspopulismus. Bevor die EU hinsichtlich Syrien überhaupt agieren könne, gelte es, eine einheitliche Linie zu finden, so Nouripour. 

Dass die EU zu den letzten Syrien-Gesprächen nicht einmal mehr eingeladen wurde, zeige, dass die EU aufgrund der disparaten Interessen ihrer Mitgliedsländer nicht mehr ernst genommen werde. Dies sei eine Katastrophe. Die unterschiedlichen Interessen, so Nouripour weiter, müssten klarer miteinander ausdiskutiert werden. 

Für das Jahr 2017 sei es die erste Aufgabe deutscher Außenpolitik, die EU zusammenzuhalten. Die EU habe Deutschland Frieden und Wohlstand gebracht, momentan sei dieses Projekt allerdings bedroht. 

Nach Rezepten gegen den Aufstieg rechter Parteien gefragt antwortete Nouripour: „Die größte Pegida-Demonstration hatte 25.000 Teilnehmer. Die Zahl der Menschen, die in Flüchtlingsunterkünften und in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich arbeiten beträgt 8 Millionen. Dies zeigt ganz deutlich, wer „das Volk“ ist.“ Es gelte zu begreifen, dass nicht die Populisten derzeit besonders stark, sondern die Demokraten schwach sind. „Daran müssen wir arbeiten“, so Nouripour. 

 

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