Tweets von Omid Nouripour

Montag, den 27. Juni 2016
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Der Al-Quds-Marsch ist eine anti-israelische und antisemitische Kundgebung, zu der der geistliche Führer der Islamischen Republik seit der Revolution jedes Jahr aufruft. Seit einigen Jahren findet dieser Aufmarsch bedauerlicherweise auch in Berlin statt. Omid Nouripour verfolgt diese Entwicklung schon länger und hat die Problematik dieses Aufmarsches gegenüber der Bundesregierung bereits mehrfach kritisch zur Sprache gebracht, als Teil der Grünen Bundestagsfraktion im Rahmen einer Kleinen Anfrage in der 16. Wahlperiode und erneut durch eine Schriftliche Frage vor drei Jahren. Auch dieses Jahr gibt es glücklicherweise wieder eine Gegendemonstration. In deren Aufruf allerdings wird das richtige Anliegen auf ungebührliche Weise mit einer Kritik am Atomabkommen mit dem Iran verbunden. Deshalb erklärt Omid Nouripour: 

„Der Al-Quds-Marsch ist eine anti-israelische und antisemitische Veranstaltung, die ich klar verurteile. Das Existenzrecht Israels und das Ziel eines friedlichen Zusammenlebens aller Völker und Religionen sind unverbrüchliche Grundpfeiler der Grünen Nahost-Politik. Deshalb unterstütze ich die Proteste gegen den Al-Quds-Marsch in Berlin. Ich distanziere mich aber ausdrücklich von denjenigen Passagen im Protestaufruf des „No Al-Quds-Day“, die das Nuklearabkommen zurücknehmen und eine geordnete und mit klaren Vorgaben versehene Rückkehr des Irans auf die internationale Bühne verhindern wollen. Ich halte dieses Abkommen für einen großen diplomatischen Erfolg, der die Gefahr einer atomaren Wettrüstung im Nahen Osten effektiv gemindert hat und den Menschen im Land eine faire Chance zur wirtschaftlichen Entwicklung gibt. Die Kontakte zum Iran müssen wir engagiert im Sinne der regionalen Stabilität und des Friedens nutzen.“



 

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