Tweets von Omid Nouripour

Donnerstag, den 12. November 2015
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Die BILD Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 11. November über einen Streit um die Patientenzahlen des Bundeswehr-Lazaretts in Monrovia. Als die Bundeswehr dort eintraf, so BILD, war schon klar, dass sie nicht mehr gebraucht würden. Omid Nouripour fragte also nach, wieviele Ebola Patienten von der Bundeswehr behandelt wurden, doch das Ministerium wich aus. In einem ersten Brief des Ministeriums heißt es wörtlich: "Im Rahmen des Bundeswehreinsatzes gegen die Ebola-Epidemie wurden gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) mehr als 500 Patienten behandelt, davon rund 120 Patienten in der, Severe Infection Temporary Treatment Unit‘ und mehr als 380 Patienten im Rahmen der Triage, die der SITTU vorgeschaltet war.“ Nouripour hakte nach und wieder wich das Ministerium aus. Bundeswehr und DRK seien gemeinsam im Einsatz gewesen. "Eine Differenzierung, wer explizit wen behandelt hat, wurde nicht vorgenommen.“ Nouripour gegenüber der BILD: "Frau von der Leyen hat versucht, ihre späte Reaktion auf die Ebola-Epidemie mit einer PR-Show zu überdecken. Und zu dieser Show gehörte wohl auch, die Tatsache zu verschweigen, dass die Bundeswehr keinen Ebola-Kranken behandelt hat.“ Für Nouripour ist der Ebola-Fall beispielhaft dafür, wie die Verteidigungsministerin versucht, sich in der Öffentlichkeit zu positionieren. Und er glaubt sogar, dass die Ministerin damit der Truppe einen Bärendienst erweist. Nouripour zu BILD: "Mit dieser Heimlichtuerei schmälert die Ministerin den guten Dienst, den die Soldaten in Liberia geleistet haben.“ 

 

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