Tweets von Omid Nouripour

Donnerstag, den 14. April 2011
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Zahlreiche namhafte Personen aus Frankfurt machen sich in einem Appell dafür stark, dass die Frankfurter Rundschau (FR) eigenständig bleibt. Die FR sei eine zentrale Institution der Stadtgesellschaft, heißt es in dem Aufruf.

 

Appell zur Rettung der eigenständigen, überregionalen Frankfurter Rundschau

Uns allen liegt die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklung der Rhein-Main-Region sehr am Herzen. Daher ist für uns die Nachricht von den bevorstehenden Veränderungen in der Redaktion der Frankfurter Rundschau ein schwerer Schlag. Die Rundschau war und ist eine zentrale Institution der Stadtgesellschaft und ein markanter Teil der Repräsentation Frankfurts nach außen. Im Gefüge des Medienstandorts spielt sie eine herausragende Rolle. Eine weltoffene, diskussionsfreudige und dynamische Region wie Rhein-Main braucht die lebendige Debatte mehrerer überregionaler Medien.

Wenn nun die wesentlichen, überregionalen Bestandteile der Redaktion mit der Berliner Zeitung zusammengefasst werden sollen, steht das Ende des eigenständigen Profils der Rundschau zu befürchten, und damit einer eigenständigen deutschen Qualitätszeitung. Unsere Unterstützung gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von dieser Umstrukturierung betroffen sind. Unsere Sorge gilt der Stadt, der damit ein wichtiges Forum verloren geht: Frankfurt braucht die Rundschau, und die Region braucht die Rundschau. Aber nicht nur für das Rhein-Main-Gebiet wäre das Ende der Rundschau ein herber Verlust. Für die föderale Struktur des Landes ist es wichtig, die zunehmende Medienkonzentration in Berlin durch profilierte Stimmen aus anderen Städten auszubalancieren.

Wir appellieren deshalb an die Verleger: Erhalten Sie die Rundschau als eigenständige Frankfurter Zeitung. Wir danken Ihnen, dass Sie die FR in den schwierigen letzten Jahren begleitet haben und ermuntern Sie, den Weg der Erneuerung der Zeitung als eigenständiges Frankfurter Blatt mit überregionaler Ausstrahlung weiter zu gehen.

Unterzeichner/innen:

Omid Nouripour (MdB), Christoph Schnurr (MdB), Matthias Zimmer (MdB),     Prof. Werner Müller-Esterl (Präsident Goethe-Universität Frankfurt), Salomon Korn (Vorsitzender, Jüdische Gemeinde Frankfurt), Prof. Micha Brumlik, Joachim Paech (CEO, Silvia Quandt & Cie. AG), Oliver Reese (Intendant Schauspiel Frankfurt), Bernd Loebe (Intendant Oper Frankfurt), Joachim Unseld (Verleger Frankfurter Verlagsanstalt)

Dieter Buroch (Intendant Künstlerhaus Mousonturm), Daniel Cohn-Bendit (MdEP), Olaf Cunitz (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Römer), Claudia Dillmann (Direktorin Deutsches Filminstitut/Deutsches Filmmuseum), Tobias Fila (Vorsitzender Junge Liberale Frankfurt), Laura J. Gerlach, Tom Koenigs (MdB), Peter Kurzeck, Heiner Maier, Renate Nyssen-Brumlik, Hans-Joachim Otto (MdB, Parlamen­tarischer Staatssekretär), Rupert von Plottnitz (Hessischer Justizminister a.D.), Annette Rinn (Fraktionsvorsitzende FDP im Römer), Sarah Sorge (MdL, Vizeprä­sidentin des Hessischen Landtags), Jutta Stössinger, Wolfgang Strengmann-Kuhn (MdB), Nils Wendtlandt (Pressesprecher Schauspiel Frankfurt)

> Den Appell als Datei abrufen (PDF)

Bildquelle: (c) pixelio.de / Jetti Kuhlemann

 

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