Tweets von Omid Nouripour

Montag, den 14. März 2011
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Omid Nouripour diskutierte auf Einladung der Grünen im hessischen Schlitz über die aktuelle Lage in Libyen. Die größte Sorge bereite ihm der Vormarsch der Truppen des Machthabers Gaddafi. Wenn diese die Stadt Bengasi zurück eroberten, "dann wird es ein Blutbad geben", so Nouripour.

 

Auszug aus dem Schlitzer Boten vom 14. März 2011:

„Ich bin kein Nahost-Experte“, gestand der 35-Jährige den Zuhörern ein. „Bitte unterbrecht mich mit euren Fragen sofort, denn das Thema ist uferlos“. Damit waren die Grenzen der Diskussion abgesteckt – es gab keine. Land für Land sprach Nouripour an: Tunesien, Ägypten, Marokko, den Jemen, den Libanon, Jordanien, Saudi-Arabien; es ging quer durch Nordafrika und den Nahen Osten. Akribisch sezierte er jedes einzelne Land, die Stellung der Religion, die Presse- und Meinungsfreiheit, das Regierungssystem. So verdeutlichte er die Unterschiede im politischen Aufbegehren.

Die größte Sorge bereitet ihm und den Teilnehmern zurzeit die Situation in Libyen. Er befürchtet, dass die von den Rebellen gehaltene Stadt Bengasi in den nächsten zwei Wochen von Gaddafis Truppen zurück erobert wird. „Dann wird es ein Blutbad geben, welches viele, viele Menschenleben kosten wird“. Nouripour verurteilt die Unentschlossenheit der Bundesregierung, denn dieses Problem könne man nicht aussitzen.

Zur Einrichtung einer Flugverbotszone befragt, meinte er: „Das macht nur Sinn, wenn der UN-Sicherheitsrat, die Arabische Liga und die Afrikanische Union zustimmen. Nur so wird das Eingreifen des Westens nicht als Angriff auf den Islam gewertet“.

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