Tweets von Omid Nouripour



csm_3004-Webseite_Titelbild_479780e867Nach dem Spiel der Eintracht bei Borussia Mönchengladbach kam es nach Schilderungen vieler Fans zu einem unverhältnismäßig gewaltsamen Einsatz der Bundespolizei am Bahnhof in Düsseldorf. Dabei wurde auch der Mitarbeiter des Fanprojekts der DFL eingekesselt, der angeboten hatte, in der Situation zu vermitteln. Omid Nouripour hat bei der Bundesregierung nachgefragt, wie sich das Verhalten rechtfertigen lässt. Die Antwort lässt zu wünschen übrig. Es bleibt vor allem die Frage offen, weshalb man dem Mitarbeiter des Fanprojekts verwehrt hat, zur Problemlösung beizutragen. Die Fankoordination der Eintracht hat eine Beschwerde eingelegt. Wir werden an der Frage dranbleiben.

Im folgenden Omid Nouripours Frage und die Antwort der Bundesregierung:

Welcher konkrete Anlass hat am 13. März 2016 am Bahnhof in Düsseldorf zur Blo­ckade und Einkesselung eines Teils der Fans von Eintracht Frankfurt durch die Bun­despolizei geführt (vgl.: http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Polizei-Einsatz-gegen-Eintracht-Fans-erhitzt-die-Gemueter;art675,1907529), und inwiefern wird der Protest der be­troffenen Fans, insbesondere die Tatsache, dass einem im Auftrag der Deutschen-Fußball-Liga tätigen Sozialarbeiters eines Fanprojekts der Versuch der Deeskalation nicht gestattet wurde, zu einer weiteren Untersuchung des Vorfalls führen?

Antwort: Am 13. März 2016 fand in Mönchengladbach das Fußballspiel zwischen dem VfL Borussia Mönchengladbach und der SG Eintracht Frankfurt statt. Für die Rückreise nutzten Anhänger der SG Eintracht Frankfurt Nahverkehrszüge von Mönchenglad­bach nach Frankfurt / Main mit Umstieg in Düsseldorf. Während der Zugfahrt von Mönchengladbach nach Düsseldorf und im Hauptbahnhof Düsseldorf haben die An­hänger der SG Eintracht Frankfurt erhebliche Sicherheits-und.Ordnungsstörungen sowie Straftaten begangen. Unter anderem wurden Bundespolizeibeamte mit Bierfla­schen und Bierkisten beworfen. Hierzu erfolgen derzeit umfangreiche strafpro­zessuale Ermittlungsmaßnahmen.

Zur Verhinderung weiterer Straftaten und dem Zusammentreffen mit einer anderen Fangruppierung hat die Bundespolizei daraufhin die Anhänger der SG Eintracht Frankfurt im Düsseldorfer Hauptbahnhof kurzzeitig geschlossen zum Abfahrgleis be­gleitet.

Die Bundespolizei bereitet grundsätzlich alle ihre Einsatzmaßnahmen nach. Am 30. März 2016 ging bei der zuständigen Bundespolizeidirektion Sankt Augustin ein Beschwerdeschreiben des Vereins SG Eintracht Frankfurt vom 21. März 2016 zu dem Vorfall ein. Im Rahmen der Bearbeitung, die derzeit noch nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine Betrachtung der Ereignisse im Düsseldorfer Hauptbahnhof.

 

 

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